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Sieger der Kategorie Pflichtschulen

01.04.2012 | 18:39 |   (Die Presse)

Die Praxishauptschule der PH Graz sichert sich den Sieg. Der zweite Platz geht an die NMS Frauenkirchen. Dritter wurde die NMS Voitsberg.


1. Platz: Praxishauptschule der PH Graz

Gefahrlos experimentieren mit 20.000 Volt? Kein Problem für die Schüler der Praxishauptschule der Pädagogischen Hochschule Steiermark. Und das ist nur eines der vielen wagemutigen Experimente, mit denen diese Projektgruppe sowohl die Jury als auch die „Presse“-Leser beim Onlinevoting überzeugen konnte – und es auf den ersten Platz beim EDUARD 2012 geschafft hat.

Vier Monate lang werden die Schülerinnen und Schüler aus Graz unterschiedlichste Experimente durchführen und dabei die spektakulären Darbietungen dem Publikum nicht vorenthalten: Sie werden vom Projektteam sofort mittels Videopodcast über soziale Netzwerke wie Facebook und Co. verbreitet.

So ist nicht nur die gefahrlose Abwicklung eine große Herausforderung für die Schüler, auch die technische Umsetzung fordert die motivierte Gruppe heraus. Dass sie schon jetzt äußerst fit im Umgang mit den technischen Errungenschaften unserer Zeit ist, hat die Klasse am Tag der großen Siegerehrung eindrucksvoll gezeigt.

Via Videostream zur Verleihung

Da sich die Schüler am vergangenen Montag gerade im Bus auf dem Weg zum Skikurs befanden, ließen sie sich ganz einfach per Videostream ins Technische Museum Wien zuschalten. Aber auch ihre Abwesenheit konnte die Freude nicht mindern: Im Bus war die Stimmung ausgelassen, nachdem die Schüler per Stream von den anwesenden Lehrern über den Sieg in der Kategorie Pflichtschulen (dotiert mit 12.000 Euro) informiert worden waren. Ihre Auszeichnungen bekommen sie natürlich nachgereicht.

Vorführung am 12. Juni in Graz

Die Versuche, die die Schüler in den kommenden vier Monaten über das Internet verbreiten werden, reichen von einer leuchtenden Kartoffel über ein elektrostatisches Pendel und die Umwandlung von elektrischer Energie in Licht- und Wärmeenergie bis hin zu einer glühenden Bleistiftmine. Alle, die jetzt noch nicht wissen, wie das alles funktioniert, können die Experimente dann auf Facebook mitverfolgen. Die intensive Nutzung des Web 2.0, um die Erkenntnisse allen Interessierten zugänglich zu machen, war es auch, die die Fachjury von der Projektidee überzeugt hat.

Auch an all jene, die keine „Digital Natives“ sind – oder ganz einfach die Welt und ihre Wunder lieber in natura bestaunen –, hat die Projektgruppe gedacht: Kurz vor Schulschluss, am 12. Juni, kann man live dabei sein, wenn die Klasse ihr erworbenes Wissen bei einer Vorführung im Universitätsmuseum in Graz der Öffentlichkeit präsentiert.

In weniger als zehn Jahren will das Burgenland energieautark sein, die Neue Mittelschule Frauenkirchen fängt schon einmal damit an. Und hat es mit diesem Engagement auf den zweiten Platz beim EDUARD 2012 geschafft. In einem ersten Schritt will man selbst ein bisschen unabhängig werden: Eine Solarstromanlage auf dem Schuldach wird künftig sauberen Strom für den Stand-by-Betrieb der Computer bereitstellen. Und das ist an einer Schule mit Schwerpunkt „Digitale Medien“ kein unbedeutender Faktor in der Energiebilanz des Gebäudes. Was darüber hinausgeht, wird ins öffentliche Stromnetz von Frauenkirchen eingespeist.

Das Projekt beschäftigt gleich mehrere Gegenstände: Physik, Umwelt und Energie – aber auch ein Blog und andere digitale Tools werden genützt, um das Thema zu bearbeiten. Und auch die Eltern müssen sich anhand eines Fragebogens mit dem eigenen Energieverbrauch beschäftigen.

Das Geheimnis der Elektrizität zu erkunden ist das erklärte Ziel der der Projektgruppe der Neuen Mittelschule Voitsberg (Stmk.). Dabei werden nicht nur die Schüler in das Projekt eingebunden: Kindergartenkinder des Kindergartens Rosental, Senioren, Experten und Wissenschaftler der Uni Graz werden mit in die Welt der Energie entführt. Dabei bilden jeweils ein Schüler und ein Kindergartenkind ein „Forschungsteam“, das gemeinsam Experimente durchführt. Die Experten unterstützen sie dabei.

Aber beim Experimentieren wird es nicht bleiben: Im Kindergarten wird eine „Erzählgeschichte“ zum Thema Energie begonnen, die dann an einen anderen Kindergarten weitergegeben und dort fortgesetzt wird. Dann wandert sie zum nächsten und zum übernächsten Kindergarten – bis die Geschichte irgendwann ein Ende hat. Das Endprodukt wird ein von den Kindern selbst illustriertes Experimentierbuch sein.

 

2. Platz: NMS Frauenkirchen

Ein bisschen unabhängig werden. Dabei wird eine Solaranlage helfen.

In weniger als zehn Jahren will das Burgenland energieautark sein, die Neue Mittelschule Frauenkirchen fängt schon einmal damit an. Und hat es mit diesem Engagement auf den zweiten Platz beim EDUARD 2012 geschafft. In einem ersten Schritt will man selbst ein bisschen unabhängig werden: Eine Solarstromanlage auf dem Schuldach wird künftig sauberen Strom für den Stand-by-Betrieb der Computer bereitstellen. Und das ist an einer Schule mit Schwerpunkt „Digitale Medien“ kein unbedeutender Faktor in der Energiebilanz des Gebäudes. Was darüber hinausgeht, wird ins öffentliche Stromnetz von Frauenkirchen eingespeist.
Das Projekt beschäftigt gleich mehrere Gegenstände: Physik, Umwelt und Energie – aber auch ein Blog und andere digitale Tools werden genützt, um das Thema zu bearbeiten. Und auch die Eltern müssen sich anhand eines Fragebogens mit dem eigenen Energieverbrauch beschäftigen.

 

3. Platz NMS Voitsberg

Eine „Erzählgeschichte“ dokumentiert die durchgeführten Experimente.

Das Geheimnis der Elektrizität zu erkunden ist das erklärte Ziel der der Projektgruppe der Neuen Mittelschule Voitsberg (Stmk.). Dabei werden nicht nur die Schüler in das Projekt eingebunden: Kindergartenkinder des Kindergartens Rosental, Senioren, Experten und Wissenschaftler der Uni Graz werden mit in die Welt der Energie entführt. Dabei bilden jeweils ein Schüler und ein Kindergartenkind ein „Forschungsteam“, das gemeinsam Experimente durchführt. Die Experten unterstützen sie dabei.
Aber beim Experimentieren wird es nicht bleiben: Im Kindergarten wird eine „Erzählgeschichte“ zum Thema Energie begonnen, die dann an einen anderen Kindergarten weitergegeben und dort fortgesetzt wird. Dann wandert sie zum nächsten und zum übernächsten Kindergarten – bis die Geschichte irgendwann ein Ende hat. Das Endprodukt wird ein von den Kindern selbst illustriertes Experimentierbuch sein.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 02.04.2012)