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Sobotka kontra neue Deutschmatura: „Volksschulniveau“

05.07.2012 | 18:09 |   (Die Presse)

Niederösterreichs ÖAAB-Chef warnt nach „Presse“-Bericht vor neuen Beurteilungskriterien für Zentralmatura.

St. Pölten/Pö. „Die Zentralmatura verlangt von Maturanten Wissen auf Volksschulniveau, und auch bei der Ausbildung der Lehrer geht Schmied einen Schritt nach unten: Statt Masters sind Bachelors vorgesehen.“ Das sagt Niederösterreichs Chef des ÖVP-Arbeitnehmerbundes ÖAAB, Landeshauptmann-Vize Wolfgang Sobotka, nach einem „Presse“-Bericht über die geplanten Beurteilungskriterien für die neue Zentralmatura für Deutsch. Etwa die Frage, wie viele Fehler ein Maturant künftig noch machen darf, bleibt dabei offen. Für Sobotka ist das nicht zufriedenstellend. Er drängt SPÖ-Unterrichtsministerin Claudia Schmied, die Matura lieber „teilzentral“ zu machen: Ein Teil der Aufgaben solle weiter von den Schulen selbst kommen. Würden alle Aufgaben zentral vorgegeben, müsste man sich an den leistungsschwächsten Schülern orientieren. Schmied und das ausführende Bundesinstitut für Bildungsforschung bleiben freilich bei ihrem Plan einer „vollzentralen“ schriftlichen Matura.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 06.07.2012)