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PISA Bisherige LeseStudien aehnlichem

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PISA: Bisherige Lese-Studien mit ähnlichem Ergebnis

06.12.2010 | 17:55 |   (DiePresse.com)

Sämtliche bisherige Studien haben gezeigt, dass der Anteil sogenannter Risikoschüler in Österreich bei rund einem Fünftel liegt.

Wenn alle drei Jahre die Resultate der PISA-Studie veröffentlicht werden, ist die Spannung groß - und auch die Überraschung, wenn die Anzahl der Schüler mit Leseproblemen vermeldet wird. Ganz so unvorhergesehen sollten die neuesten, voraussichtlich erneut schlechten Ergebnisse am Dienstag aber nicht kommen: Sämtliche bisherige Studien haben gezeigt, dass der Anteil sogenannter Risikoschüler in Österreich bei rund einem Fünftel liegt.

Bei der internationalen Lese-Studie PIRLS (Progress in International Reading Literacy Study) wurde etwa 2006 konstatiert, dass 16 Prozent der getesteten Volksschüler der vierten Schulstufe Mühe mit den einfachsten Leseaufgaben hatten: Sie erreichten bei PIRLS nur den niedrigsten Level (14 Prozent) bzw. nicht einmal diesen (zwei Prozent). Umgerechnet bedeutet das, dass rund 14.000 Kinder pro Jahr die Volksschule mit ernsthaften Leseproblemen verlassen.

Jeder fünfte Schüler "Risikofall"

Diese Entwicklung setzt sich dann später natürlich fort: Bei den bisherigen PISA-Studien, bei denen 15- bzw. 16-jährige Schüler getestet werden, zählten 2000 19 Prozent, 2003 20 Prozent und 2006 21,5 Prozent zur "Risikogruppe" und konnten somit nur die einfachsten Leseaufgaben mit größerer Wahrscheinlichkeit lösen bzw. nicht einmal das.

Auch beim seit 2002 den Volksschulen zur Verfügung gestellten sogenannten "Salzburger Lesescreening", einem Test zur Früherkennung von Leseschwäche, zeigte sich in den vergangenen Jahren ein ähnliches Bild: Bei größeren Erhebungen wurden ebenfalls jeweils bei einem Fünftel Leseschwächen festgestellt. Die Erhebungsmethode ist dabei aber eine andere als bei PISA und PIRLS: Die Kinder müssen in einer vorgegebenen Zeit Sätze lesen und beurteilen, ob deren Inhalt sinnvoll ist oder nicht.

(APA)

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