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Schule Nachhilfe zwoelf Prozent

Schule: Nachhilfe um zwölf Prozent teurer

02.07.2012 | 18:31 |   (Die Presse)

Eltern, deren Kind während der Sommerferien die Schulbank drücken muss, bezahlen in Wien im Schnitt 31 Euro für eine Stunde Nachhilfe.

Wien/Ag./Red. Das Schuljahr ist zwar zu Ende. Vielen bleibt der Gang in den Unterricht aber dennoch nicht erspart, weil eine Nachprüfung ins Haus steht.

Schicken Eltern ihre Kinder in Wiener Nachhilfe-Institute, müssen sie dort im Schnitt 31 Euro pro Stunde berappen, wenn sie wollen, dass ihr Kind während der Sommerferien Einzelnachhilfe in Anspruch nimmt. Gegenüber dem Vorjahr hat sich Nachhilfe damit um zwölf Prozent verteuert.

2011 kostete eine Stunde Einzelunterricht noch 27,71 Euro. Die preisliche Bandbreite für Einzelunterricht variiert demnach zwischen 22,5 und 36 Euro, wie eine Erhebung von Makam Market Research im Auftrag der Arbeiterkammer unter 24 Wiener Nachhilfe-Instituten zeigt. Etwas günstiger ist Sommer-Intensivunterricht in Kleingruppen, für den im Schnitt 15,4 Euro bezahlt werden muss. Nachhilfe in diesem Segment ist gegenüber dem Vorjahr damit billiger geworden, nämlich um ein Prozent. Die Preisspanne reicht von 7,71 Euro bis 24 Euro für eine 60-Minuten-Einheit.

 

107 Mio. Euro für Nachhilfe

Englischkurse in Gruppen sind im Schnitt mit 14,8 Euro am günstigsten, während Unterricht für das Fach Rechnungswesen mit rund 16 Euro zu Buche schlägt.

Die Arbeiterkammer rät Eltern dazu, neben dem Preis vor allem auf die Länge der Lerneinheiten zu achten. Denn diese können zwischen 45 und hundert Minuten variieren. Kurse, die viele Unterrichtseinheiten anbieten, sind AK-Angaben zufolge in der Regel günstiger als jene mit einer geringeren Anzahl an Stunden. Doch auch hier gibt es Ausnahmen, wie die AK betont.

Wem der Unterricht prinzipiell zu teuer ist, sollte versuchen, mit den Instituten oder dem Nachhilfelehrer selbst zu verhandeln. Manche bieten auch Frühbucherrabatte an.

Die Ausgaben für Nachhilfe sind in Österreich von 127 auf 107 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr gesunken.

In Summe benötigen 27 Prozent aller Schüler außerschulische Lernhilfe. In absoluten Zahlen ausgedrückt benötigen 265.000 Kinder Nachhilfe.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 03.07.2012)