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Neue Mittelschule keine Schueler

NMS hat keine Schüler von AHS gewonnen

23.07.2012 | 12:10 |   (DiePresse.com)

Die Einführung der Neuen Mittelschule hat bisher nicht zu einem Absinken der Schülerzahlen an gymnasialen Unterstufen geführt. Ihr Anteil liegt konstant bei einem Drittel.

Die Aufwertung von Hauptschulen zu Neuen Mittelschulen (NMS) seit dem Schuljahr 2008/09 hat bisher zu keinem Abzug von Schülern von den AHS geführt. Das zeigt die aktuelle Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage der ÖVP-Abgeordneten Anna Franz durch Unterrichtsministerin Claudia Schmied (SPÖ). Demnach lag der Anteil an Schülern, die eine AHS-Unterstufe besuchten, zwischen 2007/08 - also dem Jahr vor der NMS-Einführung - und 2010/11 (aktuellste verfügbare Zahl) konstant bei rund einem Drittel.

Die NMS hatte 2008/09 als Modellversuch an 67 Standorten mit rund 3.700 Schülern gestartet, im kommenden Schuljahr wird es bereits 698 NMS-Standorte in ganz Österreich geben. Bis zum Schuljahr 2018/19 werden alle Hauptschulen auf NMS umgestellt. Dabei sind nur sehr wenige Gymnasien der Einladung Schmieds gefolgt, ihre Unterstufe ebenfalls auf die NMS umzustellen. Elf der 272 AHS-Unterstufen (vier Prozent) haben sich zu diesem Schritt entschieden.

Kein Bedarf nach mehr AHS-Plätzen

Bedarf nach mehr AHS-Unterstufenplätzen gibt es laut Anfragebeantwortung übrigens nicht: Schmied betont, dass es im Schuljahr 2011/12 keine Anträge der Landesschulräte gegeben habe, "nach denen die Schaffung bzw. Bereitstellung zusätzlicher AHS-Plätze oder sogar die Neugründung von AHS-Standorten begehrt worden wäre". Mit Ausnahme der "Elterninitiative Hermagor" und einem Fall eines Schülers, der trotz AHS-Reife nicht am lokalen Gymnasium aufgenommen wurde, seien auch keine Eltern- oder regionalpolitischen Initiativen für mehr AHS-Unterstufenplätze bekannt.

Der Anteil an AHS-Schülern sei "seit Jahren stagnierend bzw. leicht sinkend", heißt es aus Schmieds Büro. Mit der Entwicklung der NMS sei man indes "sehr zufrieden": Es gebe einzelne Standorte, die sich mittlerweile etabliert haben, und wo wegen des regen Interesses zusätzliche Klassen eröffnet werden müssten. Den übrigen Standorten müsse man die nötige Zeit geben.

(APA)