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oeVPLandesraetin fordert Fast Food

Für Schule gefordert: "Fast-Food raus - Kondome rein"

05.12.2011 | 13:16 |  Von Theresa Aigner (DiePresse.com)

Die steirische Gesundheitslandesrätin Kristina Edlinger-Ploder fordert ein Fast-Food-Verbot an Schulen und plädiert für Präventionsmaßnahmen - auch in der Sexualaufklärung.

Die steirische Gesundheitslandesrätin Kristina Edlinger-Ploder (ÖVP) fordert ein Fast-Food-Verbot an Schulen. Die Bewusstseinsbildung durch freiwillige Maßnahmen würde viel zu langsam vorangehen, es bräuchte nun politische Maßnahmen, um ungesunde Nahrung aus den Schulbuffets verbannen, so Edlinger-Ploder gegenüber Lehrer.DiePresse.com. "Solange das Wurstsemmerl angeboten wird, werden die Schüler nicht zum Dinkelweckerl greifen" erläutert Edlinger-Ploder den Umstand, dass zwar gesunde Produkte an den Schulbuffets angeboten werden, diese aber von den Schülern nicht gekauft werden.

Sie möchte nun auf den sterischen Landesschulrat zugehen, um konkrete Maßnahmen zum Verbot von zuckerhaltigen Produkten an Schulen auf Landesebene umzusetzen. Die Buffetbetreiber wären privatrechtliche Unternehmen, die Verträge mit den Schulen haben. Eine Möglichkeit die privaten Buffetbetreiber in die Pflicht zu nehmen wäre für Edlinger-Ploder, deren Verträge mit den Schulen an die Einhaltung von Richtlinien zu einem gesunden Angebot zu knüpfen. Diese Richtlinien sollten dann bestimmte Nährstoffe und Zusatzstoffe verbieten, so könnten besonders ungesunde Produkte aus den Schulbuffets verschwinden, "ohne dabei Hetzjagd auf Coca-Cola und Co. zu veranstalten", so die Gesundheitslandesrätin.

Politische Umsetzung bleibt bisher aus

Es gäbe zwar viele lobenswerte Ernährungsprojekte an einzelnen Schulen, die Freiwilligkeit würde aber nicht zum gewünschten Erfolg führen, so Edlinger-Ploder. Auch auf Bundesebene gäbe es zwar eine Richtlinie vom Gesundeheitsministerium, deren Nicht-Einhaltung sei aber an keinerlei Konsequenzen geknüpft. Edlinger-Ploder fordert nun konkrete, politische Maßnahmen, denn: "Wir wissen genau was zu tun ist, aber die politische Umsetzung bleibt bisher aus".

Aber nicht nur bei der Nahrung verortet die steirische Landesrätin eine zunehmende Verantwortung der Schulen. Auch im Bereich der Sexualerziehung, würden immer mehr familiäre Aufgaben an die Schule ausgelagert und diese Verantwortung müssten die Schulen ernst nehmen. Edlinger-Ploder will vor allem der Unwissenheit unter Jugendlichen entgegensteuern, zum Beispiel durch das Aufstellen von Kondom-Automaten. "Alle schrecken sich, wenn wir in der Oberstufe des Gymnasiums einen Kondomautomaten installieren, was aber eine Präventionsfrage ist und wichtig ist. Die nächste Aufregung kommt dann, wenn wir den Buffets Cola und Wurstsemmeln verbieten", so Edlinger-Ploder. Sie setzt sich nun für umfassende Präventionsmaßnahmen in sämtlichen Bereichen der Gesundheit ein, ganz nach dem Motto: "Fast-Food raus, Kondome rein", so Edlinger-Ploder abschließend.

USA: Fast Food Verbot gescheitert

Zueletzt hatte in den USA eine Diskussion um ein Verbot von ungesundem Essen an Schulen die Gemüter erhitzt. Dort konnte sich das Verbot nicht durchsetzen. Laut einem Bericht der "Washington Post" wollte das Landwirtschaftsministerium eine Verordnung durch den Kongress bringen, die den Verkauf von fett- und kalorienhältigen Speisen in Schulkantinen eingeschränkt und mehr gesundes Gemüse in den Speiseplänen erfordert hätte. Aus Kostengründen habe der Kongress das Vorhaben jedoch blockiert. Lobbyingverbände hätten die Abgeordneten und Senatoren überzeugt, dass das Vorhaben der Regierung den Schulen wegen hoher Gemüsepreise neue Milliardenkosten aufgebürdet hätten.

14 Kommentare
Westend
06.12.2011 06:22
0 0

Pommes wieder mal als Symbol für ungesunde Ernährung!

Aber nicht doch, stimmt gar nicht: http://www.youtube.com/watch?v=yjIVq-_0D-8
Haschjule
05.12.2011 21:50
0 0

kondome sind voll super!

Die press ist meine lieblingszeitung!!
Gladius
05.12.2011 16:57
4 1

Paternalismus wohin das Auge schaut!

Haben die Leute wirklich keine anderen probleme als anderen vorzuschreiben wie diese zu leben haben???
Oberst Falaffel
05.12.2011 17:41
0 5

Re: Paternalismus wohin das Auge schaut!

haben die leute wirklich nichts anderes zu tun, als für andere die gesundheitskosten zu übernehmen?
Anonymous
05.12.2011 18:57
2 0

Re: Re: Paternalismus wohin das Auge schaut!

Darf ich daran erinnern, dass man in Österreich mit der Sozialversicherung zwangsbeglückt wird? Sie argumentieren also, dass man ja eh aufgezwungen bekommt, anderer Leute Gesundheitskosten zu übernehmen, deshalb ist es gerechtfertigt, diese dann auch im Hinblick auf ihren Lebensstil zu entmündigen. Ab in die DDR!
Oberst Falaffel
05.12.2011 20:17
0 2

Re: Re: Re: Paternalismus wohin das Auge schaut!

welch seltsame gehirnwindungen haben sie denn, dass sie mein post derart unsinnig interpretieren??

ja, wir stehen solidarisch ein für die gesundheitskosten des einzelnen.
ja, fast food ist schädlich für die gesundheit und kostet vielleicht heute, vielleicht in vielen jahren die allgemeinheit geld.

was ist denn unter diesen gesichtspunkten falsch, einen auch die allgemeinheit schädigenden lebensstil einzubremsen?

Anonymous
05.12.2011 20:51
2 0

Re: Re: Re: Re: Paternalismus wohin das Auge schaut!

Es ist falsch, den einzelnen zu zwingen, in einem solidarischen System mitzuspielen und ihn dann mit dieser Begründung zu entmündigen.

Wo kommen in Ihrer Argumentation die Leute unter, die mit der Sozialversicherung am liebsten gar nichts zu tun hätten und einfach nur in Frieden ihre Wurstsemmel essen wollen?

So lange es für den einzelnen keine Austrittsmöglichkeit von diesem Sozialsystem gibt, kann ich ihm nicht vorwerfen, anderen Kosten zu verursachen. Ich muss dann damit leben, dass halt inherent alle inkludiert sind, vom Marathonläufer bis zum übergewichtigen, sportverweigernden Raucher.
Oberst Falaffel
06.12.2011 12:35
0 1

Re: Re: Re: Re: Re: Paternalismus wohin das Auge schaut!

"Wo kommen in Ihrer Argumentation die Leute unter, die mit der Sozialversicherung am liebsten gar nichts zu tun hätten und einfach nur in Frieden ihre Wurstsemmel essen wollen?"

ich vermeide mal den konjunktiv: die leute, die mit der sozialversicherung gar nichts zu tun haben -
sind das die leute, die im krankheitsfall der allgemeinheit zu last fallen (sofern kein eigenes geld vorhanden), ohne je selbst was beigetragen zu haben? nennt man solche leute nicht schnorrer?

aber mal kurz zurück zum artikel: es geht um ein schulbuffet! das ist kein monopolist. wenn das kind bzw dessen eltern so blöd und verfressen ist, kann es sich sein hüftgold ja eh beim supermarkt holen!

ihre erkennbare einstellung, die solidarisches zusammenleben derart radikal ablehnt, lässt mich verwundert den kopf schütteln. was machen sie eigentlich noch hier in diesem land? in nordschweden und -finnland gibt es doch eh tausende quadratkilometer ohne einen anderen menschen. wären sie dort nicht besser aufgehoben als in gesellschaft von menschen die sie eh nicht wollen und von denen sie eh keine hilfe/unterstützung annehmen würden?
Anonymous
06.12.2011 14:45
0 0

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Paternalismus wohin das Auge schaut!

Ich denke, Sie haben meine Einstellung etwas falsch verstanden.

Wenn man nicht Mitglied der Sozialversicherung ist, heißt das nicht, dass man damit zum Schnorrer wird. Man kann sich auch selbst um eine Versicherung kümmern, wie das in großen Teilen der Welt normal ist. WENN die Branche dementsprechend ideal reguliert ist, bekommt man aus einer Versicherung, die nur aus zahlenden Mitgliedern besteht, und nicht aus "Schnorrern", mehr Leistungen heraus, als aus unserer Sozialversicherung - bei gleichen Beitragszahlungen. Das ist Volksschulmathematik.

Dass sich die Mehrheit der Österreicher zu einer Sozialversicherung bekennt, ist zu akzeptieren. Dass mir deswegen ein bestimmter Lebensstil aufgezwungen wird, ist inakzeptabel.
Oberst Falaffel
06.12.2011 16:01
0 1

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Paternalismus wohin das Auge schaut!

also haben sie ja doch eine versicherung.

ihre prämie wird steigen, wenn sich die anderen versicherten unvernünftig verhalten und daher höhere gesundheitskosten verursachen.

und umgekehrt werden die anderen versicherten wenig freude mit ihnen haben, wenn sie sich keinen "bestimmten lebensstil aufzwingen" lassen, der den anderen aber höhere kosten aufbrummt.
Anonymous
06.12.2011 17:02
1 0

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Paternalismus wohin das Auge schaut!

Ja, der wesentliche Unterschied ist aber, dass es dann auf freiwilliger Basis geschieht. Ich kann mich entscheiden, gesund zu leben, ungesund zu leben, eine Versicherung zu haben oder eben nicht.

Wie viel man dann für welche Leistungen bezahlen muss, würde der Markt bestimmen. Ich bin mir sicher, dass es immer noch möglich wäre, trotz eines ungesunden Lebensstils eine Versicherung zu bekommen; gegen entsprechende Beiträge halt. Dass diese dann aber höher sind, als der derzeitige SV-Beitrag, wage ich zu bezweifeln.

So wie das bei Ihnen klingt, würden Sie da gerne die Rechte des einzelnen zurückstellen und ihm einfach ohne Alternative alles untersagen, was ungesund ist.
Anonymous
05.12.2011 15:19
3 1

Bist denn du deppert...

Ein Wurstsemmerl als Fast Food verbieten! Das Grenzt an Wahnsinn!

Es gibt (sogar einigermaßen gesunde) Leute, für die schmeckt ein Dinkelweckerl wie eine Schüssel voller Erde. Wo geht das noch hin...
NichtLustig
05.12.2011 14:10
0 0

weil Kartoffel teuer sind

müssen sie fritiert werden. Oder wie....?
Westend
06.12.2011 06:14
0 0

Re: weil Kartoffel teuer sind

Nein, sondern weil frittieren gesünder ist: http://www.youtube.com/watch?v=yjIVq-_0D-8