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Symbolbild

Diskussion um Ferien: Sind neun Wochen zu lang?

21.06.2012 | 17:24 |   (Die Presse)

Im Bildungsministerium kann man sich kürzere Sommerferien und dafür Herbstferien zwar vorstellen, man wartet allerdings auf konkrete Vorschläge von Eltern- und Lehrervertretern, die dann diskutiert werden können.

Wien/Bregenz/M.L. Pünktlich zum Beginn der Sommerferien beginnt auch die Diskussion darüber, ob neun Wochen schulfrei im Sommer nicht zu lang sind oder ob sich Schüler und Lehrer diese freie Zeit verdient hätten. Dieses Jahr wurde die Diskussion vom Vorarlberger Landesrat Siegi Stemer (ÖVP) losgetreten: Er fordert in einem Interview mit den „Vorarlberger Nachrichten“ die Verkürzung der Sommerferien auf acht Wochen. Neun Wochen Ferien seien für die meisten Eltern zu lang. Das Schuljahr selbst solle in sechs- bis siebenwöchige Lernblöcke geteilt werden, zwischen denen es „Phasen der Unterbrechung“ zum Loslassen geben soll. Nach verkürzten Sommerferien gäbe es also Mitte Oktober Herbstferien.

In den letzten Jahren haben sich Bundesländer, Elternvertreter und BZÖ immer wieder für kürzere Sommerferien ausgesprochen – oft auch verbunden mit dem Vorschlag, stattdessen im Herbst eine Woche schulfrei zu geben. Geschehen ist in dieser Beziehung aber bis jetzt nichts. Die Argumente der Verfechter von kürzeren Ferien: Die Eltern hätten oft Probleme, eine Betreuung für ihre Kinder zu finden, und die Schüler würden den Lernstoff innerhalb der langen Ferienzeit vergessen.

Ministerium will abwarten

Dass am Ende der diesjährigen Debatte tatsächlich eine Kürzung der Sommerferien steht, ist unwahrscheinlich. Im Bildungsministerium kann man sich kürzere Sommerferien und dafür Herbstferien zwar vorstellen, für konkretere Pläne sollen aber erst Eltern- und Lehrervertreter Vorschläge machen, die dann diskutiert werden können. Und bis jetzt gäbe es keine solchen konkreten Vorschläge, heißt es aus dem Büro von Unterrichtsministerin Claudia Schmied (SPÖ).