Tipps für Schulen: Angebote für Sexualkunde-Workshops
(DiePresse.com)
Wenn es um Fragen zu Liebe, Beziehung und Sexualität geht, sind Lehrer für Jugendliche oft nicht die richtigen Ansprechpartner. Welche Stellen Workshops anbieten.
Wenn es um Fragen zu Liebe, Beziehung und Sexualität geht, sind Lehrer für Jugendliche oft nicht die richtigen Ansprechpartner – und meist auch nicht dafür ausgebildet. Immer mehr Schulen greifen daher auf externe Sexualpädagogen zurück. Experten begrüßen das. Lehrer.DiePresse.com fasst zusammen, welche Möglichkeiten es für Schulen in Österreich gibt.
LoveTalks ist ein Projekt des Österreichischen Instituts für Familienforschung. Es wird in Österreich allen Schultypen und Altersklassen kostenlos angeboten. Gemeinsam mit einem sogenannten Moderator stehen fünf Treffen zur Verfügung. Bei den ersten drei Treffen steht das Reden über selbstgewählte Themen im Vordergrund. Bei zwei weiteren Treffen wird der Arbeitsplan für ein schulisches Sexualerziehungsprojekt erarbeitet. Www.oif.ac.at, www.lovetalks.org
Achtung°Liebe ist ein Aufklärungsprojekt von Studenten der Medizin und Psychologie in Graz, Innsbruck, Klagenfurt und Wien. Hauptzielgruppe sind 13 bis 16-Jährige in Schulen und Jugendzentren. Die Studenten sind von professionellen Sexualpädagogen ausgebildet und arbeiten ehrenamtlich. Sie kommen in Zweierteams (ein Mann, eine Frau) in die Schulen. Workshops dauern zwischen drei und fünf Stunden. Unkostenbeitrag pro Schüler: 3 Euro. Www.achtungliebe.at
Lovetour gibt es derzeit in Ober- und Niederösterreich, eine Ausweitung nach Tirol wird überlegt. Zielgruppe sind Jugendliche zwischen 12 und 16 Jahren. Die Betreuung erfolgt in Einzel- und Gruppengesprächen (Gruppe bis max. 12 Personen). Zwei Sexualpädagogen besuchen Schulen mit dem Lovetour-Bus. Die Workshops dauern rund 1,5 Stunden. Außerdem hat Lovetour das Buch „Liebe, Sex und so viele Fragen“ herausgegeben. Www.lovetour.at
Die Österreichische Gesellschaft für Sexualpädagogik (Wien und Niederösterreich) hat verschiedene spezielle Workshops im Programm, etwa eine „Zyklusshow“ für die 9-13-jährigen Mädchen und „Agenten auf dem Weg“ für die 2-12-jährigen Buben, aber auch Angebote für ältere Schüler. Mädchen und Burschen werden in den Workshops getrennt, auch Eltern an einem vorhergehenden Elternabend miteinbezogen. Www.oegs.info, www.mfm-projekt.eu
Das Österreichische Institut für Sexualpädagogik bietet ebenfalls Workshops an. Kostenbeitrag für einen zweistündigen Workshop: 25 Euro pro Stunde/pro Team plus Fahrtkosten (außerhalb Wiens). Die Wiener Gesundheitsförderung finanziert kostenlose sexualpädagogische Workshops für die Bezirke 10 und 20. www.sexualpaedagogik.at
Die Österreichische Gesellschaft für Familienplanung betreibt die „Herzklopfen“-Hotline für Jugendliche und die „First Love“-Beratungsstellen im Wiener Donauspital (1220) und in der Rudolfstiftung (1030). Lehrer können das „First Love Mobil“ auch in Schulen einladen (Wien, Niederösterreich). Www.oegf.at, www.firstlove.at
Die Aktion Leben bietet ebenfalls Workshops an, etwa "Das Wunder Leben" für Volksshcüler"Let's talk about love" für Jugendliche ab 12 Jahren, oder "Unerwartet schwanger". www.aktionleben.at
Auch verschiedene Aidshilfen bieten Workshops für Schulen an. Allerdings kritisieren Sexualpädagogen die Verknüpfung von Krankheit und Sexualität. Www.aidshilfen.at
(beba)










