Mittwoch, 16. Mai 2012 13:27
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ueber Umgang Essstoerungen

Essstörungen: Anlaufstellen und Informationsangebote für Lehrer

 (DiePresse.com)

Von Esstörungen sind besonders Mädchen und junge Frauen betroffen. Die Schule kann ein Ort sein, wo sie Unterstützung und Hilfe finden. Eine Sammlung nützlicher Anlaufstellen und Informationen für Lehrer.

Essstörungen sind ernstzunehmende Erkrankungen und betreffen sehr häufig junge Mädchen und Frauen. Die Gründe dafür können unterschiedlich sein, oft wird das Schönheits- und Schlankheitsideal der heutigen Zeit dafür vernatwortlich gemacht. Aber auch familiäre Schwierigkeiten, Probleme in der Selbstwahrnehmung, Druck von außen wie etwa durch Schule, Studium oder Arbeit und viele andere Faktoren können Auslöser für eine Essstörung sein.

Laut Gesundheitsministerium sind in Österreich 200.000 Menschen zumindest einmal in ihrem Leben an einer Essstörung erkrankt, 90 bis 97 Prozent davon sind Mädchen bzw. junge Frauen. Innerhalb von 20 Jahren hat sich die Zahl der Krankheitsfälle mehr als verzehnfacht - die Dunkelziffer dürfte noch viel höher sein.

Meist dauert es, bis Angehörige oder Lehrer bemerken, dass jemand von einer Essstörung betroffen ist und dann ist es sehr schwierig, die Betroffene oder den Betroffenen darauf anzusprechen. Professionelle Unterstützung kann dabei helfen, Symptome zu erkennen, die richtige Herangehensweise zu finden und sich mit Hintergründen und Auswegen zu befassen. Lehrer.DiePresse.com hat einen Überblick über Anlaufstellen und nützliche Links zum Thema für Lehrerinnen und Lehrer zusammengestellt.

Das Netzwerk Essstörungen mit Sitz in Tirol ist ein gemeinnütziger Verein, der sich seit 20 Jahren mit der Thematik befasst. Das Beratungsangebot umfasst Erstinformation und Beratung für Betroffene und Angehörige, die Initiierung von Selbsthilfegruppen, sowie Aus- und Weiterbildung in der Bahndlung von Essstörungen für soziale Berufe. Für Schulen werden Vorträge, Hilfe bei Schulprojekten zum Thema sowie Beratung für Lehrer und Schulärzte angeboten. Außerdem veranstaltet das Netzwerk einen jährlichen Kongress, der für Betroffene, Angehörige und Experten zugänglich ist. Die telefonische Beratung ist unter 0512 57 60 26  erreichbar. Auch die Homepage bietet nützliche und umfassende Informationen.

www.ess-störungen.at. Diese Seite zeigt sehr umfangreich, was Essstörungen überhaupt sind, in welcher Form sie sich äußern, was Risikofaktoren sind, welche Sympotme auftreten und welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt. Außerdem finden sich noch viele andere nützliche Informationen auf der Seite: Zum Beispiel ein Fragebogen, für Angehörige/Freunde die vermuten, dass jemand von einer Essstörung betroffen sein könnte. Außerdem finden sich auch allgemeine Informationen über ein gesundes Körpergwicht, die richtige Ernährung und brauchbare Tipps für das soziale Umfeld von Betroffenen.

intakt ist ein Therapie- und Kopetenzzentrum für Menschen mit Essstörungen in Wien. Dort arbeitet ein interdisziplinäres Team von Ärzten und Ärztinnen, über Psyhologinnen und Therapeuten bis zu Beratern zusammen, die ein umfangreiches Beratungsangebot für Betroffene und Angehörige zur Verfügung stellen. Für Schulen bietet intakt Vorträge und Workshops an. Für Lehrerinnen und Lehrer, Schulärzte und Mitschüler besteht ebenfalls die Möglichkeit zur persönlichen Beratung. Die Hompage ist sehr übersichtlich gestaltet und bietet viele Informationen für Betroffene und Angehörige.

Das Zentrum für Essstörungen ist ein Netzwerk von Fachfrauen für die Behandlung von Essstörungen und richtet sich an Frauen und Mädchen. Neben Vermittlung von passenden therapeutischen Angeboten, organisiert der Verein auch Fortbildungen für Fachkräfte, dazu zählen auch Lehrerinnen.

Eine wichtige Anlaufstelle ist auch das Frauengesundheitszentrum F.E.M. und F.E.M. Süd in Wien. Dort bietet man Orientierungsgespräche, Beratung und Therapie für Betroffene und Angehörige, Informationsabende, medizinische- und psychiatrische Behandlung und Ernährungsberatung für Frauen, Mädchen und Eltern an.

Die Wiener Initiative gegen Essstörungen bietet unter anderem eine telefonsiche Hotline (0800 20 11 20) für Fragen rund um das Thema Essstörungen an, die  Montags bis Donnerstags zwischen 12 und 17 Uhr besetzt ist. Für Wiener Schulen wird von der Initiative ein umfassendes Beratungsangebot bereitgestellt: Kostenlose Workshops für Schülerinnen und Schüler, Informationsabende für Erziehungsberechtigte sowie Weiterbildungs-Workshops für Lehrer und Schulärzte. Die Initiative ist ein Projekt des Wiener Programms für Frauengesundeheit. Die Homepage ist sehr übersichtlich, stellt auch Zahlen und Fakten zum Thema zur Verfügung und ist insofern nicht für Wienerinnen zu empfehlen.

sowhat ist ein Institut für Menschen mit Essstörungen mit Sitz in Wien und Mödling. Das Institut bietet verschiedene Theapiemethoden an, die auf die jeweiligen Bedürfnisse der Klienten abgestimmt sind. Die Homepage ist übersichtlich und bietet viele Informationen für all jene, die sich näher mit dem Thema befassen möchten. Angefangen bei den Literaturempfehlung, über die Linkliste bis hin zu Verhaltenstipps bei Essstörungen bietet sie brauchbare Hinweise, auch darüber, wie eine Therapie zu bekommen bzw. zu finanzieren ist.

ÖGES ist die Österreichische Gesellschaft für Essstörungen und jene Institution, die sich auf einer wissenschaftlichen Ebene mit dem Thema befasst. Auf Ihrer Homepage findet sich eine Online-Expertensuche, die es ermöglicht, Hilfe in der Nähe zu finden. Zudem finden sich viele Informartionen über Forschung zum Thema Essstörungen, auch mit internationalem Bezug.

(thea)